Taupunkt - Tauwasser

Übersteigt der Wert der relativen Luftfeuchtigkeit die 100 %-Marke, so ist in der Luft mehr Feuchte vorhanden, als diese aufnehmen kann. Die überschüssige Feuchtigkeit fällt aus und schlägt sich an Materialoberflächen nieder.

Das Wasserdampf-Fassungsvermögen der Luft ändert sich jedoch mit der Temperatur der Luft. Kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf als warme Luft. Darum steigt beim Abkühlen von Luft deren relative Feuchtigkeit an. Und dies solange, bis eine Temperatur erreicht ist, bei welcher eine relative Luftfeuchtigkeit von 100 % herrscht. Fällt die Lufttemperatur weiter, wird der Taupunkt erreicht und es kommt zur Bildung von Tauwasser.

Ein als angehme empfundenes Raumklima hat eine Temperatur von ca. 20 ° C und eine relative Luftfeuchte von ungefähr 50 % (8,65 g/cbm). Ist die Außentemperatur deutlich kälter und strömt diese warm-feuchte Innenluft durch Bauteilfugen nach außen, kühlt sie dabei ab. In unserem Beispiel von einer Innentemperatur von 20° C bei 50% Feuchte liegt die Taupunkttemperatur bei bei 9,2 ° C.

Diffusionsoffene Baustoffe lassen Wasserdampf kontrolliert passieren und verhindern dadurch eine Tauwasserbildung.