Sommerlicher Wärmeschutz durch niedrige Temperaturleitfähigkeit

Beim winterlichen Wärmeschutz kommt es auf eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit (u-Wert) an - so wenig Wärme wie möglich soll durch die Außenbauteile abgegeben werden.

Beim sommerlichen Wärmeschutz spielt zusätzlich die Temperaturleitfähigeit eine Rolle, da diese die Wärmespeicherkapazität eines Bauteils berücksichtigt.

Temperaturleitzahl = Wärmeleitfähigkeit / (Wärmekapazität x Rohdichte)

Hohe Tagestemperaturen und niedrige Nachttemperaturen bilden eine Wärmewelle, die in einer gewissen Zeit durch die Außenwände nach innen fortschreitet. Diese Wärmewelle soll das Innenraumklima möglichst wenig beeinflussen.

Ziel des sommerlichen Wärmeschutzes ist es, durch die Wärmespeicherkapazität in diesem Prozess eine zeitliche Verzögerung zu erreichen, so dass der Raumaufheizung abends durch Lüftung entgegen gewirkt werden kann.