Der Gebäudeenergieausweis

Ein Gebäudeenergieausweis oder Energiepass, wie er auch oft bezeichnet wird, informiert Kauf- oder Metinteressenten über den Energieverbrauch und die energetische Qualität von Gebäuden und schafft Vergleichbarkeit.

Seit 2002 ist der Gebäudeenergieausweis für Neubauten bereits Pflicht. Ab 2008 wird dies auf bestehende Gebäude ausgeweitet. Jeder Haus-Eigentümer muss dann einem Käufer oder Mieter auf Verlangen einen Energieausweis vorlegen können.

Die Einführung erfolgt schrittweise:Wohngebäude, die bis 1965 fertig gestellt wurden, benötigen den Energieausweis ab 1. Juli 2008, später gebaute ab 1. Juli 2009.

Die Ausweise sind zehn Jahre gültig.

Der Bedarfsausweis errechnet den Bedarf des Gebäudes

Der Energieausweis wird Pflicht für Wohn-Gebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor 1978 gebaut und nicht modernisiert wurden. Zur Ausstellung des Ausweises werden die Gebäudehülle und Heizungsanlage durch Fachleute bewertet und in einem Label im Ausweis dargestellt. (Ähnlich wie es bei Elektrogeräten bei der Darstellung der Energie-Effizeinzklassen schon gängige Praxis ist.). Außerdem enthält der Energiepass Angaben, durch welche Modernisierungsmaßnahmen die Energie-Effizienz des Gebäudes verbessert werden könnte.

Der Verbrauchsausweis

ür Gebäude, die nach 1978 gebaut wurden und ältere Eigenheime, die zwischenzeitlich modernisiert wurden, genügt eine vereinfachte Variante auf Basis der Heizkostenabrechnungen. Er ist allerdings weniger aussagekräftig, da sich hierin stark die Verbrauchsgewohnheiten der derzeitigen Bewohner spiegeln.

Wer stellt den Ausweis aus

Der Energieausweis wird von geschulten Fachleuten ausgestellt. Dies sind in der Regel Architekte, Ingenieure oder Handwerksmeister mit einer Zusatzqualifikation zum Energieberater. Diese können Sie auch über evtl. Zuschüsse zur Energieberatung und Förderprogramme für Modernisierungsmaßnahmen kompetent beraten.