Die Energieeinspar-Verordnung (EnEV)

Auf der Grundlage des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) trat im Februar 2002 in Deutschland die Energieeinsparverordnung(EnEV). Sie löste die bis dahin geltenden Wärmeschutzverordnung (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) ab. Bis zu diesem Zeitpunkt basierte die energetische Bewertung eines Gebäudes einzig auf dem Heizenergieverbrauch. In der EnEV wurden erstmalig auch Wärmeverluste der Heizungsanlage und der Primärenergiebedarf in die Berechnung mit einbezogen.

Der Primärenergiebedarf erfasst den Energieverbrauch, der bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers benötigt wird. Zur Berechnung des Primärenergiebedarfes wird der Energiebedarf des Gebäudes unter Berücksichtigung der beteiligten Energieträger mit einem Primärenergiefaktor multipliziert.

Die EnEV begrenzt den Primärenergiebedarf eines Gebäudes. Die Nutzung regenerativer Energien wie Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und CO2 - neutraler Energieträger werden positiv bewertet.

Die erste EnEV wurde 2004 bereits durch eine EnEV-Novelle (EnEV 2004) ersetzt. Zur Umsetzung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden war eine erneute Novelle der EnEV erforderlich, die ab dem 1.10.2007 gültig ist.

Die neuste verschärfte Energieeinsparverordnung für Gebäude gilt seit 1. Oktober 2009. Die wesentlichen Änderungen werden vom Energiesparclub übersichtlich dargestellt.

Im modernen Holzhausbau werden die Anforderungen de EnEV nicht nur mühelos erreicht, sondern in der Regel deutlich unterschritten.