Energetische Modernisierung eines Altbaus

Der Altbau, Baujahr 1934 brauchte dringend neue Fenster. Die Fenster aus der 1. Generation der Isolierglasfenster waren noch ohne Rahmendichtung und waren im Laufe der Jahrzehnte undicht geworden. Außerdem stand eine Renovierung der Fassade an und im Dachgeschoss sollte zusätzlicher Raum geschaffen werden.

Da lag es nahe,den relativ geringen Mehraufwand in Kauf zu nehmen und die Maßnahme mit einer energetischen Modernisierung zu verbinden.

Nach einer gründlichen Analyse des Gebäudebestandes wurde in Zusammenarbeit mit einem Energieberater der Umfang der Maßnahme festgelegt. Für die Maßnahme wurden Kredite aus dem KfW-Förderprogramm beantragt und bewilligt.

Zunächst wurde das Dach in Angriff genommen. Eine großzügige Gaube schafft im Inneren deutlich Platz. Die alte Deckung wurde abgenommen, das Dach von außen gedämmt und neu eingedeckt.

Nachdem im ganzen Haus neue Fenster eingesetzt waren, wurden auf die Außenwände 120 mm starke Stegträger montiert. Diese Trägerkonstruktion wurde mit Holzfaser-Dämmplatten 60 mm beplankt.

Der entstandene Hohlraum zwischen alter Wand und Platten diente zur Aufnahme der Zellulose-Dämmung.

Durch die Öffnungen wurde die Zellulose unter hohem Druck setzungssicher und fugenfrei eingeblasen. Die Einblasöffnungen wurden danach wieder verschlossen.

Auf die Holzfaser-Dämmplatten konnte nach entsprechender Grundierung direkt ein diffusionsoffener Silikon-Harz-Putz aufgebracht werden.

Für den sommerlichen Wärmeschutz wurden Holzschiebeläden angebracht. Auf Rollläden wurde bewusst verzichtet, um eine Schwächung der Dämmstärke durch Rollladenkästen zu vermeiden.

Im folgenden Winter wurde der Erfolg der Maßnahme durch thermografische Aufnahmen verdeutlicht. Eventuelle Fehler bei der Ausführung und damit einhergehende Wärme- bzw. Kältebrücken wären hierbei sichtbar geworden!

Der Erfolg der Maßnahme läßt sich aber auch an den Energiekosten-Abrechnungen der Folgejahre ablesen. Hier wurde eine ca. 50%ige Ersparnis erzielt!